Mittwoch, 11. Juli 2012

...Trans Alp Tagebuch...

Hier könnt ihr ab Heute lesen, wie die Vorbereitungen, das Rennen und die Nachbereitung für unsere Schlacht über die Alpen läuft.
Infos über Strecke und etliche weitere Informationen entnehmt den Links:

Allgemeine Website der Trans Alp

Strecken-Profil und Informationen

Ich werde heute Abend mit den Vorbereitungen beginnen. Die Ruhewoche war herrlich und die letzten drei Tage habe ich wieder trainiert. Die Form müsste passen. Ich freu mich riesig auf das Event und auf die coolen Typen die da mitballern...;-)

Hier die ersten Bilder der Vorbereitung...

...die Maschine...

...Xenofit unterstützt uns...;-)

Tag x-1:
Heute sind wir heile in Oberammergau angekommen und habenalle administrativen Angelegenheiten erledigt. Nach der Pasta Party und demalltäglichen Briefing werden jetzt die abschließenden Maßnahmen für denmorgigen Start bewerkstelligt. Die Wettervorhersage ist solala, aber das kannuns nicht aus der Ruhe bringen.
Die Etappe morgen wird 97km lang und 2300hm beinhalten.Jedoch nicht allzu schwer sagte der Streckenchef…
Schauen wir mal…

Morgen mehr Action und ich hoffe gute Dinge erzählen zukönnen…

...Einmarsch der Nationen...

...Maschine...;-)

Tag 1:

Der heutige Tag führte uns entspannt Richtung Imst. Um 1000Uhr ertönte der Startschuss und ab da wurde auch voll gefahren. Es hieß die ersten 25km sind neutralisiert. Das waren sie auch mit einem 45er Schnitt...;-)
Hier konnten Gerald und ich uns in der ersten Verfolgergruppe gut platzieren und sind als Erstes von der riesen Gruppe in den Planseetrail gegangen. Hinter uns hatte es schon gescheppert und wir nahmen den tollen Trail behutsam  ohne Blessuren...
Der weitere Rennverlauf war festgelegt. Ständig am Limit fahren und wir beide haben den Anderen nichts geschenkt. Nach ein paar weiteren flachen km kam der erste Anstieg zum Mäuerle, dieser hatte nur rund 350hm zu bieten und ging gut durch, das Marienbergjoch wartete nach Ehrwald auf uns. Ein ganz hässlicher unrythmischer Berg, welcher uns die ganze Kraft aus dem Körper zog. Es waren 800hm die mit einem krassen schotterigen Schlussanstieg aufwarteten, wo wir allerdings einige wieder einkassierten, die uns zuvor einkassierten...;-)
Danach ging es in die Abfahrt, es war kalt und der Regen prasselte nunmehr schon über drei Stunden auf uns ein. Übrigens war das Panorama da oben wunderschön.
Zum Schluss ging es flach nach Imst, wo ein mini Schlussanstieg zu bewältigen war(Bodenwelle). Wir sind heute als 24te ins Ziel geflogen und sind hochzufrieden. 

Hier die Ergebnisliste:

Ergebnislisten aller Etappen

...verpeilt Sachen suchen...

...Teammeeting...;-)

...Zieleinlauf...






Tag: 2

Am heutigen Tag sind wir bei schlechten Witterungsverhältnissenin Imst gestartet. Nach einer neutralisierten Phase ging es gleich in denersten richtigen Berg. Die Strecke führte über den Imsterberg hinauf zurVenetalm und bot uns 1300 rhytmische Höhenmeter. Der Berg lief ganz gut und unserwartete danach eine rasante Abfahrt, um dann über die Pillerhöhe und dasAlmstüberl Richtung See zu gelangen. Ab See wartete ein 18km langer Abschnittwelcher nur 650hm hatte, aber ein auf und ab war. Hier zog es uns den letztenZahn und wir kamen völlig ausgelaugt und erschöpft nach 4h10min als 18te imZiel an. Die Etappe bot 78km mit 3300hm. Übrigens war das Wetter etwas besser…J

Das war der erste Härtetest.

...sieht entspannt aus...


Den Link für die Ergebnisse findet ihr weiter oben.

Tag 3-5:

Wie ihr alle schon gesehen habt bin ich leider nicht sehr fleißig gewesen. Ich hatte leider keine Internetverbindung an den den letzten Standorten. Hier ein kurzer Abriss von dem Erlebten.
Die 3.Etappe sind wir etwas lockerer angegangen, um etwas Energie für die zweite Hälfte der Trans Alp zu sammeln. Locker heißt nicht Beine hängen lassen, sondern 295W im Schnitt...;-) Da wir uns in den Bereichen der Platzierungen sehr wohl fühlen, haben wir die kurze Etappe genutzt, um ordentlich am Horn zu ziehen. Nach 2h32 min waren wir am Ziel und haben die lange Regenerationszeit gut genutzt. Heute starteten wir in der Scuol/Schweiz und sind die tollste Etappe gefahren, die ich je gesehen hab. Nicht nur, dass bei uns alles gut lief und das Material einen super Job machte, konnten wir auch teilweise traumhafte Blicke erhaschen. Einfach der Wahnsinn. Nun müssen wir uns ausruhen, um die morgige Königsetappe mit 107km und 3600hm zu bezwingen...

Hier ein paar Bilder...

...nach der Etappe...Spaß ist dabei...;-)
Zielankunft in Scuol...
...Zielankunft Livigno...

UPDATE: Unsere lieben Betreuer Suse und Delle haben uns schon 52 Flaschen gewechselt, dazu kommen 10 Shakes, 5 mal drei stündige Radpflege... und etliche Kilos an Gepäck, was uns die Beiden immer hinterher räumen...

DANKE...

Tag 6:

Die Königsetappe... Wahnsinn... Wer das Ding am sechsten Tag meistert kann stolz auf sich sein. Der Start war heute schon um 08:00Uhr in Livigno und führte uns gleich zu Beginn über wunderschöne Trails Richtung Passo Trela. Es folgte daraufhin ein Überführungsabschnitt, welchen wir mit einer großen Gruppe meisterten. Wir sind die ganze Sache heute etwas langsamer angegangen und haben damit alles Richtig gemacht. Die Abfahrt nach Grosotto runter war die Hölle, große Steine und sehr unrythmisch zu fahren, aber auch tolle Teilstücke welche richtig Flow hatten. Als wir unten ankamen wurde kurz verpflegt und der 1500hm Anstieg, über Passo Mortirolo, zur Malga Salina war sehr zäh. Die Beine hatten Defekt...;-) Als wir oben ankamen, zündete Gerald seinen Turbo und wir haben etliche Konkurrenten eingeholt. Danach wieder eine krasse Abfahrt die nichts für Warmduscher ist. Leider war eine Ausschilderung so schlecht angebracht, dass wir mit Worp 9 die falsche Straße genommen haben. Nach ca. 150-200hm ist uns bewusst geworden, dass wir uns verfahren hatten. Naja, hilft nichts... Umdrehen und wieder hoch. Nun sind wir mit anderen Startern, die wir sonst nicht so kennen, Richtung Ziel gebraust und haben noch mal alles gegeben... Heut bis zum Exitus... Wahnsinn...
Nun sind wir in Passo del Tonale im Hotel und checken den Wellnessbereich...
Stimmung ist SUPER und der Spaß kommt nicht zu kurz....
HÖLLE...Zieleinlauf nach 108km und 3700hm...
Tag 7:
Heute stand noch mal eine harte Etappe an. 74km mit gut 3300hm waren zu bewältigen. Es ging von Ponte di Legno aus über Pezzo zum Rifugio Negitella. Der Anstieg hatte ca 1300hm am Stück und war schwierig zu fahren. Der Untergrund war schroff und sehr steinig. Als der Gipfel erreicht war, ging es auf traumhaften Trails Richtung Passo del Tonale. Leider hatten wir auf der Trailabfahrt ein wenig defektpech und mussten bei Gerald die Kartusche ansetzen. Da die Gesamtwertung ziemlich eng ist, hatten wir uns vorgenommen heute richtig hart zu fahren. Das konnten wir bis zum zweiten krassen Anstieg auch umsetzen. Wir quälten uns über weite Strecken alleine durchs Gelände, jedoch war unser Vorsprung vom ersten Berg kurz vorm Rifugio Orso Bruno aufgeraucht und wir wurden ein- und überholt und unsere direkte Konkurrenz entglitt uns... Die Blicke gingen Kreuz und Quer, aber aus den Beinen kam nicht mehr viel raus...;-) Die Abfahrt konnten wir dann mit einer Vierergruppe meistern und sind davon als Erstes über die Ziellinie gebraust. Heute der 17te Platz... Morgen müssen wir dann die Platzierung verteidigen und heile ankommen.
...ganz vorne machen wir die Führugsarbeit...;-)
...lockeres Einrollen...

Tag 7:
Die Beine waren richtig gut und wir waren ca an 11. Position den Berg hoch geflogen. Während der Abfahrt haben wir dann zwei Ränge abgeben müssen und sind mit einer beherzten Tempoverschärfung Richtung RIVA. Im letzten Downhill vor Riva war es dann soweit.... Luft raus...Vorn...Hinten...Vorn... Das ganze Programm... mit Schläuchen reinziehen und auf einem leeren Hinter- und Vorderrad ins Ziel...:-( Hat uns 17min gekostet...

Das wars... 17ter Platz ist super und alle sind Gesund und Munter... Übrigens gibt es dafür Punkte in der Weltrangliste...;-)

DANKE für das Daumen drücken....